Bienen sterben!


Hey du,

danke, dass du dich über das Bienensterben informieren möchtest. Leif und Steen geben dir in diesem Artikel einen ersten Einblick in die Ursachen des Bienensterben.

Hier eine kleine Übersicht:

Viel Spaß beim Lesen!


Die Wildbiene - Bald ausgestorben?


Bienensterben ist ein Begriff, der auch von Insektenspezialisten nicht immer gleich definiert wird, denn es muss durchgehend zwischen Wildbienen und den Honigbienen der ImkerInnen unterschieden werden.

Wildbienen weisen im Vergleich zu den allseits bekannten Honigbienen eine Reihe von Unterschieden auf. Zum einen ist es so, dass sie anstatt in Bienenstöcken in selbstgebauten Nistplätzen leben, die sich bei über 50% der Arten unter der Erde befinden. Interessant ist auch, dass das Aussehen der Wildbienen von denen der Verwandten abweichen kann, denn es gibt sowohl schwarze, schwarz-gelbe aber auch rötlich-braun gefärbte Wildbienenarten in Deutschland. Die Färbungen können also von Art zu Art sehr unterschiedlich aussehen.


In Deutschland gibt es (noch) etwa 560 Wildbienenarten, von denen ca. 60% vom Aussterben bedroht sind. 

Mindestens genauso beunruhigend ist, dass 7%, also ungefähr 39 verschiedene Wildbienenarten komplett verschollen, also höchstwahrscheinlich ausgestorben, sind.


Was gefährdet die Wildbiene?

Die Frage warum die Wildbienenbestände seit Jahrzehnten zurückgehen, hat wohl mehrere grundlegende Gründe: Eine Hauptursache hierfür liegt wohl darin, dass die natürlichen Lebensräume der wildlebenden Bienen immer weiter eingeschränkt werden. Durch die Ausbreitung von Wohn- und Gewerbegebieten werden immer mehr Wildflächen vernichtet, die für die Lebensweisen der verschiedenen Bienenarten überlebensnotwendig ist. Verstärkt wird dieses Problem durch den Umstand, dass ein Drittel der Bienenarten auf wenige, besondere Pflanzenarten spezialisiert ist. Die Wildbienen bilden mit diesen Pflanzenarten eine Symbiose, sie brauchen sich also gegenseitig, um das Überleben beider Parteien zu sichern.

Ein weiteres Problem, welches die Wildbienenbestände gefährdet, ist der vermehrte Einsatz von Pestiziden in den letzten Jahrzehnten. Vor allem die Nervengifte aus der Gruppe der sogenannten Neonikotinoide schädigen das Orientierungsvermögen und Immunsystem der Insekten. Bienen sind also entweder geschwächt und anfälliger für Krankheitserreger oder haben Schwierigkeiten zu ihrem Nistplatz zu gelangen, was ebenfalls oft zum Tode führt.


Was müssen wir alle jetzt tun?

Wir müssen neben den Honigbienen auch die Wildbienen als wichtigen Teil unseres Ökosystems begreifen und Maßnahmen beschließen, die das Bienensterben nicht nur verlangsamen, sondern tatsächlich aufhalten können!

Zu Tipps und Tricks, die helfen die Lebensumstände der Bienen zu verbessern wird es ebenfalls bald einen Text im Blog geben. Ihr dürft also gespannt bleiben.


Lasst euch nicht stressen,






Die Honigbiene – warum sie für uns lebenswichtig ist!


„Kannst du mir mal bitte den Honig geben?!“ – diesen Satz hat schon fast jeder einmal morgens am Frühstückstisch gesagt. Wenn man einmal so über das Wort „Honig“ nachdenkt, kommt mit Sicherheit bei vielen sofort ein Gedanke an Bienen. Doch die Honiggewinnung ist nur ein Teil, den die arbeitsfreudige Honigbiene in ihrer bedeutsamen Funktion für unsere Gesellschaft leistet.


Wer genau ist diese Honigbiene eigentlich?

Die am häufigsten vertretene Honigbiene in Europa ist die Westliche Honigbiene (Apis mellifera). Zu erkennen ist sie an ihrer gelb-braunen Farbe, der Kopf- und Brustbereich des Körpers ist dicht von kleinen hellbraunen Haaren bewachsen. Honigbienen verfügen über ein starkes Sozialverhalten, sie leben je nach Jahreszeit in Völkern mit einer Größe von 1.000 - 80.000 Honigbienen zusammen. Ein Bienenvolk besteht aus der Königin (weiblich), Arbeiterbienen (weiblich) und Drohnen (männlich). Die durchschnittliche Körperlänge einer Arbeiterin und einer Drohne kann zwischen 11 - 13 Millimetern betragen, Bienenköniginnen können sogar 15 -18 Millimeter groß werden.


Offene Zarge unseres Imkers Carsten
Auf diesen Holzrähmchen unseres Imkers Carsten saßen im April schon ca. 20.000 Bienen!

Die Honigbiene Ist auch gefährdet?

Durch die Symbiose mit den ImkerInnen ist die Honigbiene im Gegensatz zur Wildbiene nicht vom Aussterben bedroht. Trotzdem muss auch sie ganz schön viel aushalten. Viele Faktoren, die zum Bienensterben führen, wirken gleichzeitig auf sie ein. Der bekannteste Grund ist die Benutzung von Insektiziden. Der Einsatz von immer effektiveren und schneller wirkenden Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft, Obst- und Gemüseplantagen sowie in vielen Haus- und Kleingärten, schadet den Bestäubern. Nicht nur der Einsatz von Insektiziden, sondern auch monotone Agrarlandschaften für den Getreide und Maisanbau, die Aufnahme vieler Gifte aus der Luft, wie z.B. Abgase aus dem Verkehr, sowie die Verdrängung von Lebensräumen durch den vorangetriebenen Städtebau bilden große Gefahren für alle Bienenarten.


Killer der Honigbiene - die Varroamilbe


Ein erhebliches Problem für Honigbienen stellt außerdem die Varroamilbe dar. Mit einer Größe von nur 1-2 mm befällt sie ganze Bienenvölker. Sie setzt sich am Körper der Arbeiterinnen und Drohnen fest, saugt ihnen das Blut ab und legt ihre eigenen Eier in die Brut der Honigbienen. Von der Varroamilbe befallende Larven sterben oder verlieren so sehr an Gewicht, sodass sie mit einem verminderten Körpergewicht schlüpfen. Befallene erwachsene Honigbienen haben eine deutlich niedrigere Lebensspanne als gesunde. Zudem überträgt die Varroamilbe auch ein Virus, welches sich das „Flügeldeformationsvirus“ nennt. An einer im Larvenstadium infizierte Honigbiene bilden sich keine flugfähigen Flügel, sodass dies ein Überleben für die Honigbiene unmöglich macht.


Doch warum sind die Bienen nicht widerstandsfähig gegenüber der Varroamilbe?

Der Grund hierfür ist die Überzüchtung der Honigbiene. Die Honigbiene ist über Jahrzehnte hinweg zur reinen Honigproduktion vom Menschen gezüchtet worden. Dadurch, dass Menschen sich um die Honigbienen kümmern, das Volk mit Nahrung versorgen und ihnen ein nicht natürlicher Bienenstock als zu Hause geben wird, verlor die Honigbiene an Widerstandsfähigkeit gegenüber der Natur.



Mehr zur Varroamilbe, woher sie kam, was die ImkerInnen jetzt tun und wie Protect PlanetBee helfen möchte in einem nächsten Artikel!



Stay tuned,





P.S: Jeder kann seinen eigenen Garten sofort als ein freundliches zu Hause für Wild- und Honigbienen gestalten! Hierfür können zwei Dinge getan werden:

  • KEINE Benutzung von Pflanzenschutzmitteln

  • Eine kleine Stelle im Garten suchen, an der unbehandeltes Saatgut für verschiedene Blütenpflanzen gesät werden kann


Schon durch diese kleinen Veränderungen, fühlt sich jede Bienenart sofort im Garten wohl!






Bei unserer Recherche haben wir folgende Quellen entdeckt und für diesen Artikel verwendet:


Alles über Wildbienen:


Alles über Honigbienen:














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