Die Varroamilbe: Der größte Feind unserer Honigbiene!


In meiner Recherche bin ich sofort über die internationale Bezeichnung der Varroamilbe gestolpert, denn in der Fachsprache wir die Varroamilbe auch „Varroa destructor“ genannt – klingt wie ein Bösewicht aus einem Science-Fiction-Film...

Doch schnell wird einem klar, dass es sich bei der Varroamilbe um keinen Antagonisten handelt, der bloß den Namen eines Bösewichtes tragen könnte, sondern um eine kleine Milbe, die eine große Gefahr für das Leben der Honigbienen darstellt!


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Oben auf dem Rücken: Varroa destructor - Die Varroamilbe

Die Varroamilbe im Portrait :

Bei der Varroamilbe handelt es sich um einen Parasiten aus der Familie der Varroaidae. Ursprünglich stammt sie aus den tropischen Gebieten in Westasien. Aufgrund der Durchmischung verschiedener Honigbienenvölker durch den Menschen, ging die Varroamilbe auch auf die Westliche Honigbiene in Europa über. Sie breitete sich ungehindert auf allen Kontinenten bis auf Australien und der Antarktis aus. In Europa ist die Varroamilbe ausschließlich nur in Bienenstöcken zu finden, in freier Wildbahn können die Tiere nicht überleben.


Ausgewachsene Weibchen erreichen eine durchschnittliche Länge von 1,1 Millimetern und eine Breite von 1,6 Millimetern. Sie verfügen über sechs Glieder mit Strukturen zum Festhalten. Männliche Individuen haben eine deutlich kleinere Erscheinung und treten in der Population nicht so häufig wie weibliche Individuen auf. Der Körper einer Varroamilbe weist eine tropfenförmige Erscheinung auf und lässt sich in zwei Abschnitte teilen. Im vorderen Bereich befinden sich Tastapparate sowie das Mund- und Saugwerkzeug. Der hintere und deutlich größere Anteil der Varroamilbe ist ein dominanter rot-brauner Panzer, bestehend aus verschiedenen Aminosäuren, Chitin und anderen Proteingruppen.


Der Panzer dient der Varroamilbe als Schild, sodass sie jegliche Trennversuche des Wirtes durch die glatte Beschaffenheit des Panzers abwehren kann. 


Eine kleine Milbe mit großer Wirkung

Um Nahrung aufnehmen zu können, bohren sich die Varroamilben in den Körper der Honigbiene (häufig zwischen die Hinterleibsringe oder an den Thorax). Sie ernähren sich vom Fettkörper ausgewachsener Honigbienen. Der Fettkörper einer Honigbiene ist für die Stärkung des Immunsystems sowie für die Entgiftung des Organismus zuständig und übernimmt eine ähnliche Funktion wie die Leber beim Menschen.


selbst die Larven werden nicht verschont


Die Varroamilbe setzt ihre eigenen Eier in die Larven der Honigbienen ab. Diese bohren sich an der Bienenbrut fest und ernähren sich wie bei der erwachsenen Honigbiene ebenfalls von den Fettkörpern der Larven. Viele befallene Larven sterben oder schlüpfen mit einem verminderten Körpergewicht, ihr Immunsystem ist stark geschwächt und sie verfügen nur über eine verminderte Lebensspanne. Zudem hat der angegriffene Fettkörper der Honigbiene eine eingeschränkte Funktion, sodass die Entgiftung im Körper nicht mehr funktioniert und eine höhere Anfälligkeit gegenüber Bakterien und Viren entstehen. Eine befallene Bienenbrut, zeigt deutliche Entwicklungsstörungen auf und besitzt eine äußerst niedrige Chance den Winter zu überleben.


Da die Honigbiene nur bis zu sechs Monate alt wird, stellt es im Winter ein ganz besonderes Problem dar - ganze Bienenvölker drohen dann zu sterben!




Die Varroamilbe infiziert Honigbiene mit einem Virus !

Eine durch die Varroamilbe befallene Honigbiene, kann sich mit dem „Flügeldeformationsvirus“ (Deformed Wing Virus) infizieren. Erwachsene Honigbienen zeigen keine Auffälligkeiten, sie können jedoch als Träger das Virus an ihre Larven weitergeben.


Auch auf Wildbienen und Hummeln kann das Virus übertragen werden.

Eine infizierte Larve zeigt veränderte morphologische Auffälligkeiten, sodass sich gar keine Flügel oder keine flugfähigen Flügel entwickeln! Ein Überleben ohne Flügel ist für die Honigbiene unmöglich.



DER Mensch ist das Problem !

Der Grund dafür, warum die Honigbienen einen Befall durch Varroamilben nicht überstehen, ist die Überzüchtung der Honigbiene. Der Mensch hat die Honigbienen über Jahrzehnte hinweg zur reinen Produktion von Honig gezüchtet. Durch die Bereitstellung eines künstlich erbauten Bienenstocks und der Versorgung des Bienenvolkes mit Nahrung, hat die Honigbiene immer mehr ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber der Natur verloren.




Der Reishi-Pilz als Heilmittel für die Honigbiene stärkt das Immunsystem.
Der Reishi-Pilz : Heilmittel für die Honigbiene?

Möglichkeiten zur Bekämpfung der Varroamilbe

Oft werden zur Bekämpfung chemische Wirkstoffe eingesetzt. Das Gift schadet den Bienenvölkern und besitzt nicht immer eine absolute Erfolgsrate befallene Völker von der Varroamilbe zu befreien.


Eine nachhaltige Methode ist der Reishi-Pilz!


Wir wollen in unserer Studie weitere wissenschaftliche Erkenntnisse darüber sammeln, dass durch die Fütterung von Bienenvölkern mit der Reishi-Pilz-Lösung, die Honigbiene ein stärkeres Immunsystem durch den Pilz aufbauen und eine Widerstandsfähigkeit gegenüber der Varroamilbe bilden kann.

Also es ist noch nicht zu spät, der Varroamilbe den Kampf anzusagen!




Stay tuned,






Bei unserer Recherche haben wir folgende Quellen entdeckt und für diesen Artikel verwendet:


Bücheler, B. (2020, 4. Juni). So schadet die Varroamilbe den Bienen. Online: bienen&natur.de https://www.bienenundnatur.de/aktuelles/so-schaden-varroamilben-den-bienen-brut-viren-varroa/ [10.05.2021]


Fieber, T. (2019, 1. Oktober). Varroa-Milben schädigen Honigbienen anders als angenommen. Online: www.br24.de. https://www.br.de/nachrichten/wissen/varroa-milbe-parasiten-schaedigen-honigbienen-anders,RFnRUXv [11.05.2021].


Import, M. (2018, 20. April). Aggressiverer Stamm des Flügeldeformationsvirus breitet sich aus Neue Gefahr für Honigbienen. Online: www.wissenschaft.de. https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/neue-gefahr-fuer-honigbienen/ [11.05.2021]


Mag.rer.nat Georg Mair. (2016, 11. November). Neue Erkenntnisse über wesentlichen Faktor des Bienensterbens, das Flügeldeformationsvirus. Online: idw-online.de/. https://idw-online.de/de/news663035 [10.05.2021]


Podbregar, N. (2020, 10. Juli). Honigbienen: Mit gezielter Zucht gegen die Varroamilbe. Online: wissenschaft.de. https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/honigbienen-mit-gezielter-zucht-gegen-die-varroamilbe/ [11.05.2021]


Der bedeutsamste Bienenschädling – Die. (o. D.). Online: Varroamilbe.de. http://varroamilbe.de/ [11.05.2021]


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