Bienen – kleine Lebewesen, große Bedeutung


Frühling

Die ersten Sonnenstrahlen wärmen die Haut, das frische Gras duftet, die Welt wird bunter. Ein Spaziergang über die Wiese lässt die Seele aufatmen und hinterlässt ein wohliges Gefühl. Stehen bleiben, durchatmen, hinhören: ein Summen.

Die Augen öffnen und den Ursprung des Summens sehen:

Kleine, flinke Wesen, die von Blume zu Blume schwirren und die Welt erstrahlen lassen:


Die Bienen. Eines der wichtigsten Lebewesen unserer Erde.




Warum sind Bienen so wichtig?

Bienen gehören zu den Insekten, genauer zu den Hautflüglern, und leben vermutlich schon seit über 100 Millionen Jahren auf der Erde. Sie entwickelten sich zusammen mit den Blühpflanzen in einer mutualistischen Koevolution, bei der beide Arten voneinander profitierten. Sie sind mit einer Körpergröße von 15-18 Millimetern nicht besonders groß, ihre Bedeutung für uns Menschen und die Natur ist dafür aber umso größer. Allein in Deutschland gibt es über 550 Wildbienenarten. Entfernungen oder Richtungen zum nächstgelegenen Pollenspender kommunizieren die Bienen untereinander durch den sogenannten Schwänzeltanz. Außerdem koordinieren sie über Duftstoffe und Geräusche friedlich interne Aufgaben, die in der Wabe erledigt werden müssen.


Sogar bei bis zu 50.000 Individuen leidet die Kommunikation unter den Bienen nicht und sie schaffen es, sich gegenseitig genaue Aufgaben zuzuteilen.

Zu den bekanntesten Bienenarten zählt die Honigbiene (Apis mellifera). Diese produziert nicht nur Honig, sondern ist auch tagtäglich für unsere Natur im Einsatz.

Im Zuge ihrer Nahrungssuche fliegen Bienen von Blüte zu Blüte, um dort kleine Pollen und Nektar zu sammeln, welche sie später in Nahrung für ihre Nachkommen umwandeln. Die Pollen enthalten wichtige Proteine und der Nektar liefert die nötige Energie. Während sie ihrer Flugroute nachgehen, leisten sie einen ökologisch wichtigen Beitrag für unsere Fauna: Alle Bienenarten bestäuben die Pflanzen, auf denen sie landen. Nur die bestäubten Pflanzen können Früchte und Samen ausbilden. Diese Arbeit ist essentiell für unsere biologische Vielfalt, denn:

Rund 80% unserer Pflanzen müssen durch Insekten bestäubt werden!

Ohne diesen Vorgang der Fremdbestäubung würden die meisten Pflanzen ohne Früchte bleiben und können sich nicht fortpflanzen – zudem würden den Menschen viele Nahrungsmittel verloren gehen.



Kann die Honigbiene die Wildbiene ersetzen?

In Punkto Biodiversität steht fest, dass viele Wildbienenarten bereits akut vom Aussterben bedroht sind. Wir müssen uns gemeinsam und mit individuellen Mitteln dringend um den Erhalt dieser Arten kümmern, um die natürlichen Ökosysteme intakt halten zu können.


Hier kommen die ImkerInnen ins Spiel; denn viele wissen nicht, dass besonders die Honigbienen gut für die Bestäubung von heimischen Nutzpflanzen geeignet sind.

LandwirteInnen, die Honigbienen auf ihrem Land stehen haben, können durch die zusätzliche Bestäubung erheblich mehr Obst, Getreide und Gemüse ernten. So zeigte eine Studie (O. Boecking, 2010), dass bei einer Honigbienenbestäubung bis zu 1000kg mehr Raps pro Hektar geerntet werden konnten als ohne Honigbienen. Auch alle weiteren untersuchten Pflanzen zeigten deutlich weniger Ertrag, wenn sich keine Honigbienen auf dem Gelände befanden.


“Meine vier Honigbienenvölker konnten den Apfelertrag im letzten Jahr verdreifachen”, erklärte Florian Boll, Imker bei Protect PlanetBee in einem Interview.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Bienenarten unersetzlich für unsere Natur sind. Leider tragen wir durch unsere Lebensweise maßgeblich zum Wildbienensterben bei.

Die nächsten Blogartikel werden dich tiefer in dieses Thema mitnehmen und zeigen dir, welche Gründe es für das Bienensterben gibt und was DU dagegen tun kannst.



Bis dahin:

Nimm dir bei deinem nächsten Spaziergang durch die Natur gerne eine Minute Zeit und lausche dem süßen Summen unserer Bienen. Halte kurz inne, atme ein und mache dir bewusst: Dieses Summen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Überlebens und wir können dankbar sein, ihnen immer noch zuhören zu dürfen.

Einatmen, wahrnehmen, wertschätzen!



Fröhlich bleiben,




P.S.:

Möchtest du den Bienen helfen? Dann besuche gerne die Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und sieh dir die verschiedenen Möglichkeiten an. Jede einzelne bienenfreundliche Blume auf deinem Balkon oder in deinem Garten leistet bereits einen wichtigen Beitrag!





Bei unserer Recherche haben wir folgende Quellen entdeckt und für diesen Artikel verwendet:
















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